1 sie hält kurz inne, während sie meine waren abrechnet. vier, fünf sekunden, doch lang genug, dass es auffällt. dabei geht ihr blick ins leere, irgendwohin zwischen backmischungen und marmeladen. schwermütig, und als spüre sie plötzlich eine sehnsucht, eine schuld. wenn sie sich genug erinnert hat, rechnet sie weiter und wünscht mit königinnenhafter würde einen schönen tag.

2 pausengespräch mit dem frommen herrn walter über die überfunktion seiner mutter.

3 frau schubert erzählt leise auf dem weg zum parkplatz, wie sehr sie das geräusch von regen auf zeltplanen liebe.

4 London - Der strauchelnde Soul-Sänger Helmut Kohl hat ungeachtet seiner vielen Probleme einen neuen Fan: Karl Lagerfeld. "Er ist eine Stil-Ikone." Deshalb werde seine neue Modelinie dem Sänger huldigen. "Ich mag seine Frisur sehr. Ich nehme es als Inspiration", sagte Lagerfeld. Dabei verglich er Kohl mit der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot in früheren Tagen. "Er ist die neue Brigitte."
Kohl gilt derzeit vielen als der weltweit beste Soul-Sänger. Allerdings kämpft er mit einer Vielzahl von Problemen, darunter Magersucht, Drogen und einer im Gefängnis sitzenden Ehefrau.


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1 auf der flucht vor den polnischen klerikalfaschisten auf dem klo versteckt. ihnen dann nach einigem abwarten prompt in die arme gerannt, die begegnung aber ohne zwangseinladung und peinliches verhör hinter mich gebracht.

2 charlotte reagierte auf die kritik äusserst gekränkt und zog es vor, die restlichen 10 minuten des unterrichts nicht mehr mit mir zu sprechen. little emotional erpresserin, she is.

3 ob die sechs saufelle von der jagd am wochenende noch im dörrhaus liegen?

4 ein technokrat von begrenzter ausstrahlung.

5 keine post, kein schnee, keine weihnachtsgefühle.


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neues aus dem rührerhauptquartier:

stermann & grissemann auf . habs noch nicht gesehen, geh aber im märzen. bis dahin gucke ich mir noch 500 mal an. hervorragend erheiternd, wenn einem die novemberdunkelheitsglocke das gemüt umtaubt. und ehe man sich samstagsabend dahoam schon wieder nur in kürbissuppe ertränkt.

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unbedingt das genre der u-boot-komödie wiederbeleben.



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drei monchichis weggeworfen.

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die sehnsucht des capitano clemente (31)

das messer schnellte mit einem sanften pflupp in den hölzernen stützbalken, um dann laut schnarrend nachzufedern.

"hör endlich auf damit!" capitano ochsenfrosch durchmaß mit großen schritten die kajüte. "die messerwerferei kannst du dir für später aufheben!"

er wischte sich seinen fast kahlen schädel (drei haare noch spannten sich von ohr zu ohr). "wir müssten sie längst eingeholt haben. wenigstens sehen müssten wir sie! ...mit ihrer lächerlichen jolle."

ein weiteres messer sirrte ins holz.

"es ist, als ob sie vom horizont verschwunden wären... ich verstehe das nicht." capitano ochsenfrosch zog ein großes schmutziges spitzentaschentuch aus dem ärmel und versuchte, sich die schweißigen hände trocken zu reiben. warum nur waren seine hände immer feucht, fragte er sich und entschied, das nächste mal, wenn er in alexandria wäre, seine hände von einer zauberin besprechen zu lassen.

"unsere zeit wird kommen", flüsterte heiser der mann, der nur der messerwerfer genannt wurde und warf sein letztes messer für diesen abend.

es traf genau ins ziel.


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"Was aber ist dann von der persönlichen intellektuellen Souveränität zu halten und was von der individuellen Sublimationskraft, die einem der kunststrenge Adorno wie einen in den vor Erkenntnisdruck offenen Mund gelegt hat? Alles Krümel?"

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